Presse

– Reisemobil-Besitzer von anstehenden Fahrverboten existenziell bedroht
– Massiver Wertverlust beim Wiederverkauf oder kostenintensive Nachrüstung
– Fehlerhafte Kredit- & Leasingverträge ermöglichen auch jetzt noch Rücktritt vom Kauf
– Verbraucher können bereits erfolgte Zahlungen ggf. vollständig zurückerhalten

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Tausenden von Wohnmobil-Besitzern droht ein schwerwiegender Eingriff in ihr Reiseverhalten. Mit der Durchsetzung zahlreicher Fahrverbote in deutschen Großstädten und auf Autobahnen sehen sich betroffene Verbraucher mit der Entscheidung konfrontiert, ihren Caravan unter erheblichen Wertverlust zu veräußern oder kostenintensiv nachzurüsten. Dabei lohnt ein fachkundiger Blick in den zugehörigen Kredit- oder Leasingvertrag. Denn zentrale Formfehler erlauben in den meisten Fällen auch Jahre später noch den Rücktritt vom Kauf. Bereits erfolgte Zahlungen können Verbraucher aus diesem Grund von der Bank zurückerhalten.

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Fahrverbot für Reisemobile: Gibt es eine saubere Lösung?
Alte Modelle können oftmals verlustfrei zurückgegeben werden

Unabhängig sein – für viele Besitzer eines Reisemobils ist das der entscheidende Grund, im Urlaub auf Hotels oder Ferienwohnungen zu verzichten. Mit der stetig wachsenden Zahl an Fahrverboten im Zuge des Dieselskandals schwebt über genau dieser Lebensphilosophie jezt ein bedrohliches Damoklesschwert. Was also tun? Den eigenen Caravan trotz immensen Wertverlustes veräußern und sich ein neues Modell zulegen? Finanziell ist das für die meisten Verbraucher schwerlich umsetzbar. Doch es gibt eine Alternative: In erstaunlich vielen Fällen lässt sich ein altes Reisemobil auch Jahre später noch quasi umtauschen.

Caravaning boomt. Die Hersteller freuen sich, doch für die meisten Endkunden gibt es momentan ein böses Erwachen. Rund 450.000 zugelassene Reisemobile zählte das Kraftfahrtbundesamt Anfang 2017, die große Mehrheit davon ausgestattet mit einem Dieselmotor. Für die Besitzer ein fataler Umstand, denn in den nächsten Monaten greifen reihenweise Fahrverbote in Städten wie Köln, Hamburg, Berlin, Stuttgart oder Bonn und sogar auf der vielbefahrenen A40. Wer sich kein neues Modell oder eine kostenintensive Umrüstung leisten kann, muss zukünftig allem Anschein nach auf sein Reisemobil verzichten.

Hinzu kommt, dass der Verkauf eines gebrauchten Caravans per se unter keinem guten Stern steht. Gemäß einer brancheninternen Faustformel liegt der durchschnittliche Wertverlust schon nach drei Jahren bei 40% des Anschaffungspreises. Fahrverbote werden diese Zahl zwangsweise noch weiter erhöhen und in vielen Fällen eine grundsätzliche Unverkäuflichkeit mit sich bringen. Vor diesem Hintergrund dürften sich viele Verbraucher für einen zeitnahen Verkauf entscheiden, um den Maximalschaden eines vollständigen Wertverlustes einigermaßen abzuwehren. Ein neues, umweltfreundlicheres Reisemobil lässt sich damit selbstverständlich nicht finanzieren.

Tatsächlich jedoch sind die Aussichten für die meisten Caravan-Besitzer weniger düster als es zunächst scheinen mag. Grund ist der Umstand, dass rund 50% aller Reisemobile ganz oder teilweise finanziert werden. Genau dort liegt eine entscheidende Chance, denn ein Großteil der zugehörigen Kredit- oder Leasingverträge erweist sich bei genauerem Hinsehen als fehlerhaft. In der Folge gilt die gesetzliche Widerrufsfrist weiterhin und erlaubt es dem Käufer bestenfalls, noch Jahre nach Vertragsschluss sämtliche Kredit-Raten inklusive Anzahlung zurückzuerhalten.

„Eine optimale Konstellation für den Verbraucher“, findet Fachanwalt Dr. Christoph Walter von der Düsseldorfer Kanzlei Hereditas, „denn am Dieselskandal trägt er nun einmal keine Schuld und würde andernfalls trotzdem darunter leiden.“ Das Reisemobil gehe unter diesen Bedingungen wieder in den Besitz der Bank über. Unter bestimmten Umständen entfalle sogar die Nutzungsentschädigung. „Der Käufer ist dann finanziell nahezu in derselben Lage wie vor Vertragsschluss und kann entspannt über die Anschaffung eines neuen und umweltfreundlicheren Reisemobils nachdenken.“

Für Betroffene entstünden keine finanziellen Verpflichtungen. Hereditas bietet die Prüfung der Vertragsunterlagen als kostenfreie Serviceleistung an. Für den Fall, dass die Bank das Widerrufsrecht ablehnt, muss eine bestehende Rechtsschutzversicherung die Kosten tragen.

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